Gartenkalender: Das sollten Sie im März erledigen

4.3.2021
Im März gibt es viel zu tun im Garten: Pflanzen anpflanzen oder schneiden und düngen, Sträucher schneiden und Rasen mähen.
  1. So bereiten Sie den Rasen vor
  2. Was es im Ziergarten zu tun gibt
  3. Was es im Nutzgarten zu tun gibt
  4. Was es auf Balkon und Terrasse zu tun gibt
  5. Bringen Sie Ihre Gartengeräte in Schuss
  6. Das März-Gartenprojekt: Ein Hochbeet bauen
  7. In sieben Schritten zum Hochbeet

Endlich Frühling! Nach dem langen und harten Winter freuen sich alle auf den Frühling. Auch Ihr Garten und die Pflanzen auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse. Im März erwacht die Natur aus dem Winterschlaf. Das Gehölz sollte geschnitten sein, damit die Vögel ungestört brüten können. In wenigen Wochen blüht alles wieder wunderbar und lockt alle nach draussen.

So bereiten Sie den Rasen vor

Bald beginnt der Rasen zu spriessen. Darum sollte er gedüngt werden. Am besten, sobald die Narzissen in voller Blüte stehen. Sinnvollerweise an trockenen Tagen, bevor es regnet. So werden die Nährstoffe in den Boden geschwemmt. Wenn Sie das nicht so planen können, giessen Sie den Rasen nach dem Düngen ausgiebig. Sobald der Rasen gedüngt ist, können Sie ihn auf Normalhöhe mähen und zwei Wochen später vertikutieren – und kalken, wenn sie ihn vor Moos schützen wollen. Falls der Rasen stellenweise ausgedünnt ist, säen Sie jetzt neue Samen an. Je intensiver Sie den Rasen im Sommer nutzen, desto wichtiger ist die Rasenpflege im Frühling. Fangen Sie darum frühzeitig damit an.

Was es im Ziergarten zu tun gibt

Düngen Sie alle frühblühenden Pflanzen wie Hyazinthen, Krokusse, Osterglocken, Narzissen oder Tulpen, pflanzen Sie Primeln oder Stiefmütterchen und lassen Sie Blumenknollen und -zwiebeln im Frühbeet oder in Töpfen austreiben. Sobald die Forsythien blühen, ist es Zeit, die Rosen mit einer scharfen Rosenschere zurückzuschneiden und zu düngen. Zurückschneiden sollten Sie jetzt auch den Sommerflieder, die verblühten Triebe der winterfesten Heidekräuter und die immergrünen Hecken. Die Ziersträucher werden bald austreiben, darum sollten Sie sie unbedingt schneiden und düngen. Auch Ziergräser sollten Sie jetzt bodennah schneiden.

Sobald der Boden frostfrei ist, können Sie Stauden pflanzen. Denken Sie aber daran, dass Sie Stauden, die im Frühjahr blühen, erst nach der Blüte oder im Herbst teilen können. Immergrüne und empfindliche Pflanzen sollten Sie nicht zu früh umsetzen, warten Sie bis April damit. Falls Sie laubabwerfendes Gehölz mit feinen Wurzeln wie Hainbuche, Liguster oder Spiere umpflanzen wollen, sollten Sie sie mit der Erde darum herum umsetzen und sofort giessen, wenn sie eingesetzt sind.

Tipp: Verteilen Sie den reifen Kompost im März oberflächlich im Garten, nur 5 bis 10 Zentimeter tief. Mikroorganismen und Bodenlebewesen zersetzen die Pflanzenresten und bilden so einen bodenverbessernden Humus.

Blühende Narzissen und Tulpen
Jetzt ist es Zeit, frühblühende Pflanzen wie Hyazinthen, Krokusse, Osterglocken, Narzissen oder Tulpen zu düngen.

Was es im Nutzgarten zu tun gibt

Das Obstgehölze muss im März fertig geschnitten sein. Lüften Sie zuerst Gewächshäuser und Frühbeete. Verteilen Sie Kompost auf die Beete und säen Sie die ersten Kräuter an, beispielsweise Petersilie. Lavendel sollten Sie zurückschneiden, ungefähr auf einen Drittel. Jetzt ist es Zeit, Frühgemüse wie Karotten, Radieschen, Salat oder Zwiebeln zu säen. Chili, Paprika und Tomaten können Sie jetzt vorziehen. Chili und Paprika keimen lange, darum können Sie sie schon Anfang März aussäen und drinnen vorziehen. Mit Tomaten warten Sie besser bis Ende März oder Anfang April. Falls Sie ein Erdbeerbeet besitzen, sollten Sie den Boden hacken und mit nicht verrotteten organischen Materialien bedecken (mulchen).

Tipp: Aus Unkraut können Sie Dünger herstellen. Geben Sie beispielsweise Brennnesseln in ein Gefäss und giessen Sie Wasser ein, bis sie gut bedeckt sind, und rühren Sie alles um. Schliessen Sie das Gefäss, aber nicht luftdicht, rühren Sie den Dünger alle zwei Tage um und lassen ihn gären.

gartenkalender - pflanzenpflege

Was es auf Balkon und Terrasse zu tun gibt

Empfindliche Pflanzen wie Oleander oder Olivenbäume haben Sie vor dem ersten Frost ins Haus geholt. Gleichzeitig mit den Fuchsien und Geranien in den Blumenkästen. Jetzt ist es Zeit, sie wieder auf den Balkon oder die Terrasse zu stellen, sobald es warm genug ist. Grosse Pflanzen, die zu schwer waren oder Frost bis zu einem gewissen Grad vertragen, können Sie von der dämmenden Styroporplatte heben. Wickeln Sie sie aus der Noppenfolie, dem Jutesack oder dem Vlies aus und entfernen Sie das Reisig rund um den Stamm. Holen Sie die Gartenmöbel und den Grill aus dem Keller. Behandeln Sie Holzmöbel, falls nötig, mit Holzschutzmittel und reinigen Sie den Grill gründlich, wenn Sie das im Herbst vergessen haben. Schauen Sie sich alle Platten und Wände genau an, vielleicht gibt es Schäden, die repariert werden müssen.

Hand topft rote Geranien um
Empfindliche Pflanzen wie Fuchsien oder Geranien, die im Haus überwintert haben, wollen jetzt an die frische Luft.

Bringen Sie Ihre Gartengeräte in Schuss

Schärfen Sie die Rasenmäher-Blätter und die elektrische Heckenschere oder lassen Sie sie schärfen. Holen Sie Rechen, Schaufeln und Spaten aus dem Keller, damit Sie sie putzen, entrosten und einfetten können, falls Sie das vor dem Einwintern nicht schon getan haben.

Das März-Gartenprojekt: Ein Hochbeet bauen

Ein Hochbeet ist eine erhöhte Anbaufläche und eignet sich vor allem für Gemüse, Kräuter und Salat. Das Beet wird mit Gartenabfällen schichtweise aufgefüllt. Die oberste Schicht ist eine Humusschicht. Weil die Gartenabfälle verrotten und kompostieren, ist die Erde im Hochbeet besonders nährstoffreich – und die Wärme, die beim Verrotten entsteht, fördert das Wachstum der Gemüse, Kräuter und Salate zusätzlich. Sie können das Hochbeet aus Bambus, Betonelementen, Europaletten, Holz, Kunststoff, Metall oder Stein bauen. Allerdings verrotten Bambus, Europaletten oder Holz mit den Jahren. Das ist allerdings nicht so schlimm, weil Sie das Hochbeet nach fünf bis sieben Jahren sowieso neu befüllen müssten und dann auch gleich neu bauen könnten.

Ein Hochbeet aus Holz im Garten
Im Hochbeet wachsen Gemüse, Kräuter und Salate besonders gut, weil die Erde nährstoffreich ist.

In sieben Schritten zum Hochbeet

Sie können ein Hochbeet als Bausatz kaufen oder relativ einfach selber bauen:

  1. Legen Sie Unkrautvlies aus und messen Sie die Fläche für das Hochbeet auf dem Boden aus.
  2. Tragen Sie die Grasnarbe und obersten 10 Zentimeter der Erdschicht ab und ebnen Sie die Fläche.
  3. Lockern Sie die Erde und treiben Sie die Eckpfosten in den Boden.
  4. Schrauben Sie die Holzbretter als Wandverkleidung fest und setzen Sie den Mittelpfosten.
  5. Ziehen Sie Maschendraht (10 bis 20 Zentimeter) an den Wänden als Wühlmausschutz hoch.
  6. Kleiden Sie die Innenwände, nicht den Boden, mit Teichfolie oder einer speziellen Noppenfolie aus.
  7. Befüllen Sie das Hochbeet Schicht für Schicht:
  • 1. Schicht: Äste, Zweige oder Holzhäcksel
  • 2. Schicht: umgedrehte Grasnarben, Laub oder Rasenschnitt
  • 3. Schicht: halbreifer Kompost und eventuell halb verrotteter Mist
  • 4. Schicht: hochwertige Gartenerde und reifer Kompost


Tipp: Mit unserem kostenlosen Pflanzenmanager bestimmen Sie alle Pflanzen in Ihrem Garten mit einem Foto. Und mit unserem Neophyten-Checker identifizieren Sie gebietsfremde Pflanzen, die grosse Schäden anrichten können, und erhalten Tipps, wie Sie die Neophyten wirksam bekämpfen.
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