Küchenplanung: Schritt für Schritt zu Ihrer Traumküche

6.1.2022
Gemütliche Wohnküche von Forster
  1. Vorbereitung ist die halbe Küchenplanung
  2. Der erste Eindruck zählt: die Küchenfronten
  3. Küchenfronten: eine kurze Materialübersicht
  4. Wählen Sie die passende Arbeitsplatte
  5. Edelstahl, die Wahl der Küchenprofis
  6. Die Küchenrückwand ist mehr als nur Dekoration
  7. Denken Sie auch an den Küchenboden
  8. Die Küchengeräte sind ein Thema für sich

Früher wurde in der Küche gekocht und im Esszimmer gegessen. Heute ist die Küche als Wohnküche das Herz vieler Häuser oder Wohnungen und der Ort, wo die ganze Familie an einem Tisch sitzt, gemeinsam isst, miteinander redet und lacht. Die Küche hat eine neue Bedeutung. Das hat auch das Design, die Farben und Materialien verändert. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die Sie beachten sollten, wenn Sie neu bauen und Ihre Traumküche aussuchen oder Ihre alte Küche ersetzen wollen.

Vorbereitung ist die halbe Küchenplanung

Die Küchenplanung hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen von der Fläche, vom Grundriss und von den Anschlüssen, zum anderen von Ihren Ansprüchen, Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget. Überlegen Sie sich zuerst, was die Küche für Sie ist: gemütliche Wohnküche oder funktionaler Arbeitsraum? Davon hängt zum Beispiel ab, wie viele und welche Küchengeräte oder wieviel Schränke und Schubladen für Besteck, Geschirr, Gläser oder Küchenutensilien Sie brauchen. Je mehr Stauraum Sie haben, desto einfacher behalten Sie die Übersicht in Ihrer Küche. Sinnvollerweise lassen Sie sich von einem Küchenbauer beraten. Er weiss, worauf es ankommt, und wie Sie selbst in einer kleinen Küche viel Platz schaffen oder wie Sie mit wenig Budget eine tolle Küche gestalten, in der sich Ihre Familie wohl und zuhause fühlt.

Tipp: Je kleiner die Fläche oder je spezieller der Grundriss (inklusive Strom- und Wasseranschlüsse) ist, desto wichtiger ist die Küchenplanung. Die Zeit für eine professionelle Beratung ist gut investiert.
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Der erste Eindruck zählt: die Küchenfronten

Die Küchenfronten fallen sofort auf und bestimmen den Stil einer Küche. Farben, Materialien sowie Griffe verändern den ersten Eindruck: gemütlich, industriell, modern oder rustikal? Bei der Materialwahl sollten Sie aber nicht nur auf das Design achten, sondern auch auf die Funktionalität und die Langlebigkeit. Achten Sie bei der Wahl darauf, dass die Küchenfronten abwaschbar, hitze- beziehungsweise lichtbeständig, langlebig, säureresistent sowie stoss- und abriebfest sind.
 

Tipp: Mit Griffen können Sie den Charakter einer Küche ohne viel Aufwand komplett verändern. Falls Sie minimalistisches Design lieben, sollten Sie sogenannte Tip-on-Küchenbeschläge wählen, die beispielsweise eine Türe öffnen, sobald sie angetippt wird.

Küchenplanung: Küchenfront
Die Küchenfront bestimmt das Design und die Stimmung in der Küche massgeblich.

Küchenfronten: eine kurze Materialübersicht

Das sind die grössten Vorteile und Nachteile der am weitesten verbreiteten Materialien für Küchenfronten, alphabetisch sortiert:

  • Betonfronten sind sehr stabil, hitzebeständig und kratzfest, ausserdem altern sie gut und entwickeln eine schöne Patina. Dafür sind sie teuer, müssen versiegelt werden und sollten nicht mit Säure in Kontakt kommen.
  • Folienfronten gehören zu den Kunststofffronten. Sie sind günstig, pflegeleicht und in vielen Farben erhältlich. Dafür sind sie weder hitzeresistent noch säurefest. Ausserdem kann sich die Folie mit der Zeit vom Träger lösen.
  • Glasfronten sind besonders robust, kratzfest, pflegeleicht und hygienisch. Dafür ist jeder Fingerabdruck sichtbar und die Auswahl an Griffen begrenzt.
  • Holzfurnierfronten sind günstiger als Massivholzfronten, darum sind Echtholzfronten beliebt. Das Furnier ist aber anfällig auf Feuchtigkeit und kann aufquellen, ausserdem ist es weder schnitt- noch kratzfest.
  • Lackfronten sind strapazier- und widerstandsfähig und pflegeleicht. Dafür sind auf Hochglanz oder matt lackierte Fronten anfällig auf Fingerabdrücke oder Kratzer und teuer. Lacklaminat ist eine preiswerte Alternative.
  • Massivholzfronten sind unempfindlich gegen Fingerabdrücke, robust und langlebig. Dafür sind sie anfällig auf Schnitte oder Stösse und pflegeaufwendig, weil sie regelmässig geölt oder gewachst werden müssen.
  • Melaminharzfronten oder Laminatfronten zählen zu den Kunststofffronten. Sie sind hitze- und säurebeständig, kratz- und stossfest, pflegeleicht sowie UV-beständig. Das Material ist aber, wie Schichtstofffronten, nicht natürlich.
  • Schichtstofffronten gehören zu den Kunststofffronten. Sie sind bis 230 Grad hitzebeständig, kratzfest, pflegeleicht, säureresistent und schnittfest. Weil sie sehr hart sind, sind die Fronten nicht in allen Formen erhältlich.
  • Stahlfronten sind besonders hitzebeständig, langlebig, hygienisch und sehr einfach zu reinigen. Ausserdem sind sie allergikergeeignet und können desinfiziert werden. Darum sind sie in vielen Gastronomieküchen und in immer mehr Privatküchen weit verbreitet. Neue Pulverbeschichtungen verhindern Wasserflecken und Fingerabdrücke.
Gut zu wissen: Sie können Küchenfronten ersetzen, wenn sie kaputt sind, oder austauschen, wenn sie Ihnen nicht mehr gefallen. Alle Markenhersteller führen ihre Fronten viele Jahre im Produktsortiment.

Wählen Sie die passende Arbeitsplatte

Bei den Arbeitsplatten haben Sie fast dieselbe Auswahl wie bei den Küchenfronten. Material und Qualität sind noch wichtiger, weil die Fläche täglich gebraucht und stark beansprucht wird. Günstige Arbeitsflächen aus Schichtstoff sind pflegeleicht, aber wenig strapazierfähig und hitzebeständig. Platten aus Massivholz sind langlebiger, brauchen aber mehr Pflege und müssen ab und zu mit Öl behandelt oder abgeschliffen werden. Edel und langlebig sind Arbeitsplatten aus Granit. Der Stein ist sehr hart, hitzebeständig und unempfindlich gegen Kratzer. Marmor ist weicher und weniger langlebig. Ausserdem nimmt der Stein Flüssigkeit auf, darum können sich Flecken auf den Flächen bilden. Andere Materialien für massgefertigte Arbeitsflächen sind Acrylstein, Beton, Keramik oder Kunststein.

Tipp: Die Arbeitsplatte sollte gross genug sein und auch Platz bieten für Sachen, die Sie jeden Tag brauchen, zum Beispiel Gewürze, Kräuter und Öle oder Gläser und Tassen.

Küchenplanung: Arbeitsplatte in der Küche
Die Arbeitsplatte wird am meisten beansprucht. Achten Sie darum auf Material und Qualität.

Edelstahl, die Wahl der Küchenprofis

In Gastronomieküchen hat sich Edelstahl durchgesetzt, weil das Material hitzebeständig, pflegeleicht und wenig anfällig für Bakterien oder Viren ist. Die Arbeitsfläche kann mit dem Spülbecken und den Armaturen verschweisst werden, dann setzt sich kein Schmutz an Rillen oder Kanten ab. Stahl ist aber nicht nur praktisch, sondern auch zeitlos schön, wie die Küchen von Forster seit 1953 beweisen. Forster hat sich auf Stahlküchen spezialisiert, die mit vielen Vorteilen überzeugen. Das sind die 7 wichtigsten Pluspunkte:

  1. Alle Stahlküchen werden aus wiederverwertbarem Stahl ohne Giftstoffe oder Emissionen produziert und eignen sich sogar für Null-Emissions-Bauten (MCS, vielfache Chemikalienunverträglichkeit).
  2. Die glatten Oberflächen sind einfach zu reinigen und sehen auch nach vielen intensiven Reinigungen aus wie neu. Ausserdem sind sie porenfrei, darum kann sich kein Schmutz bilden und festsetzen.
  3. Stahlblech ist leitfähig und verhindert darum elektrostatische Aufladungen, die Staub anziehen.
  4. Verzinkte und pulverbeschichtete Stahlflächen sind trotz der hohen Feuchtigkeit in Küchen rostfrei. 
  5. Die Oberflächen splitten dank der bei 200 Grad eingebrannten Pulverschicht nicht ab. Ausserdem bleibt pulverbeschichtetes Metall auch nach Tausenden Kochstunden geruchsneutral.
  6. Bakterien und Schädlinge können sich auf porenfreien Stahloberflächen nicht einnisten.
  7. Stahl ist magnetisch. Darum können Küchenaccessoires wie ein Papierrollenhalter oder eine  Gewürz-Ablageboxe einfach an der magnetischen Paneelwand befestigt werden.

Einziger Wermutstropfen von Stahl ist seine Anfälligkeit für Fingerabdrücke, die Sie aber einfach wegwischen können. 

Küchenplanung: Stahlküche
Stahlküchen von Forster sind in vielen Gastronomie- und in immer mehr Privatküchen weit verbreitet.

Die Küchenrückwand ist mehr als nur Dekoration

Wandpaneelen sollten zu den Küchenfronten und Arbeitsflächen passen. Sie sollten aber nicht nur schön, sondern pflegeleicht und strapazierfähig sein, weil sie im Küchenalltag viel aushalten müssen, zum Beispiel heisse Fettspritzer oder die scharfen Kanten der Topfdeckel. Fliesen und Kacheln sind der traditionelle Spritzschutz und wieder modern. Rückwände aus Glas, Holz, Plexiglas und immer öfter Stahl sind sehr beliebt. Besonders alltagstauglich sind Metall- oder Stahlrückwände, darum werden sie in Profiküchen eingesetzt. Sie sind wenige Millimeter dünn, werden fugenlos montiert und sind leicht zu reinigen. Dank ihrem zeitlosen Design passen sie in die meisten Küchen und können sogar bedruckt werden.

Denken Sie auch an den Küchenboden

Der Boden wird in jeder Küche arg strapaziert. Darum sollte er widerstandsfähig, weder auf Flecken noch auf Wasser anfällig und einfach zu reinigen sein. Das gilt für Laminat-, Linoleum-, Plättli- und PVC-Böden, aber auch für Naturkork oder versiegeltes Parkett. Für besonders stark beanspruchte Parkettböden wie in der Küche ist eine Polyurethan-Versiegelung sinnvoller als Öl oder Wachs. In eine zeitlose Stahlküche passt Naturstein besonders gut. Naturstein ist kratzfest, natürlich, pflegeleicht, praktisch und robust. Granit, Marmor und Schiefer ertragen Hitze bis zu einem gewissen Grad und Feuchtigkeit gut, halten richtig gepflegt ewig und sind einfach sauber zu halten. Mehr darüber lesen Sie im Artikel «Was Sie über Naturstein im Bad und in der Küche wissen sollten».

Die Küchengeräte sind ein Thema für sich

Die Wahl der Küchengeräte und Küchenhelfer hängt vom Platz, Budget und den Ansprüchen ab. Wichtig für die Küchenplanung ist die Entscheidung für eine Norm. Einbaugeräte und -möbel sind in der Schweiz standardmässig 55 Zentimeter (Schweizer Mass System) oder 60 Zentimeter (Europäische Norm) breit. Einzelne Hersteller bieten Spezialmasse an, zum Beispiel 45 Zentimeter Breite, falls der Platz knapp ist. Küchengeräte sind ein Thema für sich, darum werden wir 2022 einen ausführlichen Artikel darüber schreiben. Nur soviel für den Moment: Achten Sie bei der Auswahl unbedingt auf die Energieeffizienzklasse. Energieeffiziente Geräte sparen Strom und damit Geld und entlasten die Umwelt.

Schauen Sie sich die Stahlküchen der Profis an und planen Sie Ihre Traumküche mit den Küchenexperten von Forster. Küchenboutiquen finden Sie in Arbon, wo Forster zu Hause ist und alle Küchen produziert, Basel, Bern, Carouge, Chur, Ebikon, Winterthur und Zürich.

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