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Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt in der Corona-Krise?

Die ganze Welt hat in den letzten Wochen nur noch ein Thema beschäftigt: die Corona-Krise. Die Auswirkungen sind tiefgreifend und machen auch vor dem Immobilienmarkt keinen Halt. Inwiefern dieser von der Krise beeinflusst wird, wollen wir hier versuchen einzuschätzen.

Immobilienverkäufe - es geht weiter

In dieser Krise den Traum der eigenen vier Wände wahrzumachen, ist für viele Käufer aktuell nicht vorstellbar. Auch Verkäufer sind momentan zurückhaltend, da sie befürchten, in der jetzigen Phase keinen guten Verkaufspreis erzielen zu können. Hinzu kommen operative Fragen bei einem Immobilienkauf: Wie sollen Besichtigungen ohne physischen Kontakt funktionieren? Findet man Notariatstermine für Liegenschaftsübertragungen? Darf man aktuell überhaupt umziehen mit den vorgegebenen Beschränkungen?


Geri Walde, Gründer der schweizweit tätigen Maklergruppe Walde & Partner gibt einen Einblick in die aktuelle Lage: “Die Nachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr um 50% zurückgegangen und die Anfragen von Kunden, welche verkaufen wollen um ca. 40%. Was wir aber eindeutig feststellen ist, dass die Gespräche mit Kaufinteressenten und den daraus resultierenden Besichtigungen sehr an Qualität gewonnen haben. Das heisst, wir haben weniger Besichtigungen, dafür qualitativ bessere und es kommt auch in dieser Zeit zu guten Abschlüssen.”

Die Nachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr um 50% zurückgegangen und die Anfragen von Kunden, welche verkaufen wollen um ca. 40%.


Bei den Besichtigungsterminen müssen neu die Beschränkungen des BAG zu Mindestabstand und Anzahl Personen eingehalten werden. Die Besichtigungen und weitere Schritte im Prozess des Kaufes können aber weiterhin stattfinden.


Immobilienpreise - stabiler als gedacht

Die Anzahl der Handänderungen von Immobilien in der Schweiz dürfte aktuell auf ein Minimum heruntergefahren sein. Neben den operativen Fragen der Abwicklung, steht insbesondere die Frage nach der Preisentwicklung im Zentrum. Viele Verkäufer befürchten, dass die Preise massiv einfallen werden. 


Einschätzungen der Zürcher Kantonalbank in ihrem Immobilienbarometer relativieren diese Befürchtungen. Sofern wir nicht in eine langanhaltende Rezession rutschen, sollte sich die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt schnell wieder erholen. Schliesslich bleiben die Finanzierungsbedingungen weiterhin sehr attraktiv. Die Preisprognosen für Zürcher Wohneigentum für das Jahr 2020 wurden von bislang 3% auf 1% gesenkt, bleibt aber immer noch im positiven Bereich. Die Eigenheimpreise erweisen sich gemäss dieser Einschätzung als robuster als häufig befürchtet und Verkäufer können auch in absehbarer Zeit einen Immobilienverkauf in Betracht ziehen.


Hypothekarzinsen - zum ersten mal seit 10 Jahren steigend

Die Hypothekarzinsen in der Schweiz waren mehr als zehn Jahre lang sinkend. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind diese zum ersten mal wieder steigend.


Noch am 9.März 2020 erreichte der Richtzins für Hypotheken mit der Laufzeit von zehn Jahren ein Rekordtief von 0,98%. Wie finews berichtet, sorgte die weltweite Angst vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für ein vorläufiges Ende der sinkenden Zinsen. 


Bis Ende März sprang der Zins auf 1,17% gemäss dem Vergleichsdienst Comparis. Weniger stark steigen hingegen die Zinsen der Hypotheken mit zwei- oder fünfjährigen Laufzeiten, was insbesondere die Angst vor langfristigen Risiken aufzeigt.


Allerdings sind die Richtsätze insgesamt immer noch auf einem sehr tiefen Niveau, wie die nachfolgende Grafik der NZZ aufzeigt. 


Tabelle: Durchschnittliche Richtsätze der Anbieter

Wohnsituation in der Zukunft - ändern sich die Bedürfnisse?

Die Corona-Krise könnte zur Folge haben, dass die Wohnqualität mehr in den Vordergrund rückt. Auch wenn die Krise möglicherweise bald vorbei ist, könnten sich die Arbeitsweisen sich künftig ändern und Home-Office immer mehr zum Alltag werden. Dadurch würden Kriterien wie Arbeitsweg sowie zentrale Lage weniger wichtig und andere Kriterien wie Wohnraum und Aussenraum wichtiger werden. Zudem könnte die Krise Ausweicheffekte auf ländliche Gebiete verstärken. Solche Entwicklungen werden jedoch erst in näherer Zukunft deutlich spürbar sein.


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