Alles was Wohneigentümer wissen müssen — Jeden ersten Donnerstag des Monats.
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Es gibt zahlreiche Gründe dafür, eine Ölheizung auszutauschen. Weil die Heizung das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat oder weil Sie die Umwelt schonen, das Klima schützen und Ihr Wohnbudget entlasten wollen. Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern: Der Klimawandel zwingt uns, unser Verhalten anzupassen und weniger CO2 auszustossen, und die Heizkosten werden wegen der steigenden CO2-Abgaben hoch bleiben, selbst wenn die Ölpreise wieder sinken sollten. Darum sollten sich Wohneigentümer*innen mit einer Ölheizung langsam, aber sicher Gedanken über einen Austausch machen.
Eine Ölheizung hält im Durchschnitt 20 Jahre lang, ein Heizkessel 15 bis 25 Jahre. Das ist ein paar Jahre länger als andere Heizungen. Dennoch ist der Austausch einer alten durch eine neue Ölheizung nicht mehr sinnvoll und zeitgemäss, obwohl sie weniger kostet als die Alternativen. Zum einen sind die Betriebskosten wegen der hohen Ölpreise und steigenden CO2-Abgaben hoch. Darum rechnen sich die höheren Investitionen in erneuerbare Energien immer schneller. Zum anderen stossen Ölheizungen zu viel Kohlenstoffdioxid aus und sind für den Klimawandel mitverantwortlich. Darum überlegen sich immer mehr Kantone, neue Gas- oder Ölheizungen nur noch in begründeten Ausnahmefällen zu erlauben.
Gas- und Ölheizungen verursachen einen erheblichen Anteil der CO₂-Emissionen im Kanton Zürich. Mit dem revidierten Energiegesetz, das von der Zürcher Stimmbevölkerung deutlich angenommen wurde und seit 2023 in Kraft ist, gelten heute klare Vorgaben für den Ersatz fossiler Heizsysteme.
Öl- und Gasheizungen müssen am Ende ihrer Lebensdauer grundsätzlich durch ein klimaneutrales Heizsystem ersetzt werden. Zulässig sind insbesondere:
Der Ersatz durch eine neue Öl- oder Gasheizung ist nur noch in begründeten Ausnahmefällen erlaubt. Solche Ausnahmen gelten beispielsweise, wenn der Umstieg auf erneuerbare Energien technisch nicht möglich ist oder wenn die Gesamtkosten eines alternativen Heizsystems über die gesamte Lebensdauer deutlich höher liegen als bei einer fossilen Heizung. Für Neubauten gibt es keine Ausnahmen mehr – erneuerbare Heizsysteme sind hier Standard.
Mit unserem Heizungsrechner finden Sie heraus, wie viel Kohlenstoffdioxid Ihre Heizung ausstösst. Ausserdem können Sie die Kosten, Lebensdauer sowie Umweltverträglichkeit mit anderen Heizungen vergleichen und berechnen, wie schnell sich beispielsweise eine Wärmepumpe amortisiert.
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Wärmepumpen werden immer beliebter. Die hohen Erdgas- und vor allem Erdölpreise haben diesen Trend beschleunigt und verstärkt. Die Investitionskosten sind höher als für eine neue Ölheizung, dafür sind die Betriebskosten tiefer. Das spricht für eine Wärmepumpe als Alternative zur Ölheizung:
Eine Ölheizung für ein Einfamilienhaus mit einem jährlichen Wärmeenergiebedarf von 14'400 Kilowattstunden stösst laut WWF Schweiz 4'680 Kilogramm CO2 im Jahr aus. Eine Luft-Wärmepumpe (490 Kilogramm) neunmal weniger, eine Erdsonden-Wärmepumpe (380 Kilogramm) zwölfmal weniger.
Moderne Holzheizungen belasten das Klima bei sachgemässem Betrieb kaum. Für Einfamilienhäuser eignen sich Pellet- oder Stückholzheizungen, für Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen Pelletheizungen. Das spricht für eine Holzheizung als Alternative zur Ölheizung:
Eine Pelletheizung für ein Einfamilienhaus mit einem jährlichen Wärmeenergiebedarf von 14'400 Kilowattstunden stösst laut WWF Schweiz 710 Kilogramm CO2 im Jahr aus. Das ist sechsmal weniger als eine Ölheizung.
Wärmenetze sind in der Schweiz weit verbreitet. Die Wärmezentrale leitet Warmwasser über isolierte Rohre in die Mehr- und Einfamilienhäuser, wo es über Wärmetauscher und -leitungen in die Wohnungen beziehungsweise Zimmer verteilt wird. Das spricht für Fernwärme als Alternative zur Ölheizung:
Die Klimaleistung schwankt je nach Wärmenetz. Am besten sind die Werte für Fernwärme laut WWF Schweiz, wenn das Wärmenetz Holz verbrennt oder die Abwärme von Kehrrichtverbrennungsanlagen (KVA) nutzt.
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Wärmepumpen funktionieren nach demselben physikalischen Prinzip wie Kühlschränke – mit dem Unterschied, dass sie Umweltwärme nutzbar machen, um Gebäude zu heizen. Während ein Kühlschrank Wärme aus dem Innenraum nach aussen abführt, entzieht eine Wärmepumpe der Umgebung Wärme und hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau.
In einem geschlossenen Kreislauf wird ein Kältemittel verdampft, verdichtet, verflüssigt und anschliessend entspannt. Beim Verflüssigen gibt das Kältemittel die zuvor aufgenommene Wärme über einen Wärmetauscher an das Heizsystem ab. Diese Wärme wird im Wärmespeicher gesammelt und für die Raumheizung oder die Warmwasserbereitung genutzt.
Je nach System stammt die Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen sind in der Schweiz die am häufigsten eingesetzten Systeme für Ein- und Mehrfamilienhäuser.
Die Kosten für eine Wärmepumpe hängen stark vom Gebäudetyp, vom Heizsystem und von den örtlichen Gegebenheiten ab. Als grobe Richtwerte für ein durchschnittliches Einfamilienhaus können heute folgende Investitionskosten (inklusive Einbau) angenommen werden:
Die jährlichen Heizkosten liegen – abhängig von Strompreis, Tarifmodell, Gebäudezustand und allfälliger Eigenstromproduktion (z. B. Photovoltaik) – meist zwischen 900 und 1’500 Franken. Für Wartung und Unterhalt sollten rund 200 bis 300 Franken pro Jahr eingeplant werden.
Diese Zahlen dienen als Richtwerte. Die tatsächlichen Kosten können je nach Situation deutlich abweichen. Berechnen Sie die Investitionskosten für Ihre Wärmepumpe mit dem Houzy Heizungsrechner oder fragen Sie einen geprüften Heizungsmonteur aus Ihrer Region, wenn Sie es genauer wissen wollen.

Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen fördert den Ersatz fossiler Heizsysteme durch erneuerbare Lösungen wie Wärmepumpen oder Holzheizungen. Die Höhe der Förderbeiträge hängt vom Kanton, vom Heizsystem, von der Leistung und von den Eigenschaften des Gebäudes ab.
Je nach Standort können Förderbeiträge von mehreren tausend Franken bis zu über 20’000 Franken möglich sein, insbesondere beim Ersatz einer Öl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe. Zusätzlich bestehen in einzelnen Kantonen und Gemeinden ergänzende Förderprogramme.
Mit dem Houzy Heizungsrechner können Sie nicht nur die Investitionskosten für Ihre neue Heizung berechnen, sondern auch abschätzen, mit welchen Fördergeldern Sie rechnen können.
Aus ökologischer Sicht unbedingt. Die Klimabelastung und Umweltschäden durch den Betrieb einer Ölheizung sind schwerwiegender als durch Bau, Transport und Installation einer Wärmepumpe. Auch ökonomisch lohnt sich der Austausch in vielen Fällen. Die höhere Anfangsinvestition zahlt sich dank grosszügiger Förderbeiträgen und tieferen Heizkosten schon nach wenigen Jahren aus, besonders in Zeiten hoher Ölpreise und steigender CO2-Abgaben. Ausserdem kosten Unterhalt und Wartung weniger. Ob es sich für Sie lohnt, Ihre Ölheizung vor Ablauf ihrer Lebensdauer auszutauschen, hängt von mehreren Faktoren ab. Eines ist klar: Je älter die Ölheizung ist, desto eher zahlt sich der Austausch aus.


