Houzy MagazinDIY

Haus winterfest machen: Was Sie bei Kälte, Nässe und Schnee beachten müssen!

Wird das Wetter kalt und nass, ist Vorsicht geboten. Der Winter kann Ihrem Haus erheblichen Schaden zufügen. Speziell gefährdet ist die Fassade und das Dach bei Minustemperaturen, denn Kälte, Nässe und Schnee können die Substanz angreifen und so teure Schäden verursachen. Aber auch weitere Komponenten wie die Leitungen, Fenster und Türen sowie Pflanzen gilt es winterfest zu machen.


Mit unseren Tipps bereiten Sie sich ideal auf die erste Frostnacht und die kalten Temperaturen vor.

Fassade schützen

Gefrorenes Wasser in Rissen sprengt Fassade
Wasser kann in Risse eindringen und beim Gefrieren Fassadenteile absprengen

Wenn die Aussentemperatur unter den Gefrierpunkt sinkt, können an der Fassade Schäden entstehen. Daher ist es wichtig, die Fassade gründlich zu überprüfen.

So geht’s:

  1. Kontrollieren Sie die Fassade auf Risse und Schäden.
  2. Füllen Sie Risse in der Fassade mit Spachtelmasse für den Aussenbereich.
  3. Ziehen Sie die überstehende Masse mit einem Holz- oder Kunststoffspachtel ab. Alternativ können Sie die überstehende Masse mit einem angefeuchteten Finger glatt streichen.
  4. Tönen Sie die aufgefüllten Risse nach dem Trocknen der Spachtelmasse mit Fassadenfarbe ab.
Tipp: Merken Sie sich die reparierten Stellen und ziehen Sie im Frühling eine Fachperson bei: Eventuell sind weitere, dauerhafte Reparaturarbeiten erforderlich.


Dach und Dachrinnen prüfen und säubern

Verstopfte Dachrinnen und Risse in Dachziegeln können zu Wasserschäden führen

Auch beim Dach ist ein Winter-Check unverzichtbar, um Schäden, die durch Risse in den Dachziegeln entstehen, zu vermeiden. Sind die Dachrinnen verstopft, so können die Fallrohre überlaufen. Auch schiefe Dachrinnen können im schlimmsten Fall abreissen und so Wasser eindringen lassen, welches zu Schimmel an Wänden oder der Isolation führen kann.

So geht's

  1. Suchen Sie nach losen Ziegeln und undichten Stellen auf dem Dach. Kontrollieren Sie den Durchfluss aller Abläufe bei einem Flachdach.
  2. Prüfen Sie, ob Schneefanggitter sowie Antenne sicher montiert sind und ob die Anschlüsse der Solaranlage geschützt sind.
  3. Entfernen Sie das Herbstlaub in den Dachrinnen und reinigen Sie diese danach, sodass Wasser problemlos ablaufen kann.
  4. Überprüfen Sie, ob die Rinnen sauber montiert sind und nicht schief hängen.
  5. Sollten Sie Schäden entdeckt haben, ziehen Sie eine Fachperson hinzu.


Leitungen entleeren

Gefriert Wasser in Leitungen, so können diese platzen

Um Kälteschäden zu vermeiden, sollten Aussenleitungen vor der ersten Frostnacht abgestellt und entleert werden.

So geht’s:

  1. Drehen Sie die Wasserzufuhr zu Aussenleitungen wie zum Beispiel im Garten ab.
  2. Stellen Sie einen Eimer unter den Aussen-Wasserhahn und drehen Sie diesen auf. Warten Sie, bis das gesamte Wasser aus der Leitung geflossen ist. Sie können den Aussenhahn während der Winterzeit offen lassen – die Wasserzufuhr muss aber stets unterbrochen bleiben.
  3. Entleeren Sie nun auch Regentonnen, Wasserschläuche und Gartenpumpen. Auch diese können durch gefrierendes Wasser beschädigt werden.
  4. Schütten Sie das Wasser jeweils direkt in einen Abfluss oder in eine Sickergrube. Achten Sie darauf, dass es nicht über Wege oder Treppen fliesst: Hier kann es zu gefährlichem Glatteis werden.


Pflanzen einwintern

Viele Pflanzen überleben den Winter nur, wenn sie vor Kälte geschützt sind

Wenn Sie Ihre Topfpflanzen auf den Winter vorbereiten, ist es besonders wichtig, dass die Wurzeln vor Frost geschützt werden. Ein warmes Mäntelchen für die Pflanzen wirkt der Kälte entgegen.

So geht’s:

  1. Stellen Sie Töpfe auf eine Styropor- oder Holzunterlage (kein direkter Bodenkontakt).
  2. Umwickeln Sie die Töpfe mit Luftpolsterfolie oder Winterschutzmatten bzw. Jutegewebe aus dem Fachhandel.
  3. Empfindliche, kleinere Pflanzen stellen Sie am besten in eine Styropor- oder Holzkiste mit Abflusslöchern und füllen die Zwischenräume mit trockenem Herbstlaub, Stroh oder einem anderen Füllmaterial. Die Box an einen wetter geschützten Ort stellen.
  4. Je nach Pflanzensorte sollte auch die eigentliche Pflanze verpackt werden. Dafür eignen sich Vlieshauben oder Jutesäcke.
  5. Giessen Sie im Winter wenig, aber regelmässig – jedoch nur, wenn die Temperaturen über null Grad sind. Das Wasser darf im Topf nicht gefrieren.
  6. Pflanzen, die ihre Blätter im Winter behalten, brauchen so viel Licht wie möglich.
  7. Mediterrane oder tropische Pflanzen gehören in ein helles, eher kühles Indoor-Winterquartier.

Fenster und Türen abdichten

Wenn Dichtungen an Fenster und Türen nicht sitzen, dringt Kälte und Nässe ein

Eine richtig sitzende Dichtung ist im Winter das A und O, ansonsten dringt Kälte in das Zuhause ein und Sie Heizen anstatt Ihre Stube die Umwelt.

So geht’s

  1. Überprüfen Sie, ob die Fenster und Türen dicht sind. Oft sind die Dichtungen aus Gummi durchlässig und Kälte zieht ins Zimmer. Sollten sie undichte Stellen entdecken, dichten Sie die Fenster ab.
  2. Scheinen die Dichtungen richtig zu sitzen, kann es manchmal auch an den Scharnieren liegen. Die Scharniere sollten dann neu eingestellt werden.
  3. Zieht es bei der Tür, reicht oft ein Abschlussgummi unten aus, um den Frost draussen zu lassen.
Tipp: Um zu erkennen ob die Dichtung sitzt, nehmen Sie eine Feder und halten Sie diese am Rand der Fenster- und Türfugen entlang. 


Temperatur regulieren

Für angenehme Innentemparaturen muss die Heizung richtig eingestellt sein

Wenn es draussen kälter wird, müssen herkömmliche Thermostatventile von Radiatoren / der Bodenheizung neu eingestellt werden. So lässt sich die Wärmeabgabe den Aussentemperaturen anpassen.

So geht’s

  1. Stellen Sie den Thermostat auf Stufe 3 (Achtung: Voll aufgedrehte Ventile erwärmen einen Raum nicht schneller. Dies führt nur zu Überhitzung).
  2. Warten Sie einige Stunden, damit sich die Raumtemperatur einstellen kann.
  3. Ist es Ihnen nun zu warm oder zu kalt, dann drehen Sie erneut am Thermostatkopf: Eine weitere Stufe erhöht bzw. senkt die Raumtemperatur um drei bis vier Grad.


Richtig Lüften 

Richtiges Lüften in der Kalten Jahreszeit beugt Schimmel vor

Regelmässiges und vor allem auch fachgerechtes Lüften ist in der kalten Jahreszeit besonders wichtig. Ansonsten drohen Feuchtigkeitsschäden und Schimmel.

So geht’s:

  1. Lüften Sie nach Möglichkeit dreimal täglich mittels querlüften: Öffnen Sie dazu alle Fenster und Innentüren auf einmal. So genügen zwei bis drei Minuten für den Luftaustausch.
  2. Lüften Sie insbesondere im Winter nicht über gekippte Fenster, denn dies ist kontraproduktiv: Es wird nicht genügend Luft ausgetauscht, und im Fensterbereich kommt es zu Kondenswasserbildung und eventuell Schimmelpilzwachstum. Zudem geht unnötig viel Heizwärme verloren.
Tipp: Falls Sie einen feuchten Kaltkeller haben, dann ist der Winter die richtige Zeit für langes Lüften. Die trockene Luft entzieht dem Mauerwerk bei Temperaturen unter null Grad Celsius viel Feuchtigkeit – der Keller trocknet langsam aus.


Hauszustand kostenlos überprüfen

Ähnliche Artikel

Fensterdichtung ersetzen: So sparen Sie Heizkosten und erhöhen die Einbruchsicherheit

DIY

Zieht es bei Ihnen durch die Fenster? Spüren Sie eine unangenehme Kälte in Ihrem Haus? Dann ist es höchste Zeit, die Fensterdichtungen zu ersetzen...

Wasserhahn entkalken: So reinigen Sie Wasserhahn und Armatur richtig

DIY

Strömt das Wasser immer langsamer durch den Wasserhahn Ihrer Küche? Oder sind weisse Kalkränder am Hahn im Bad zu sehen?

Schimmel im Bad entfernen: Fugen reinigen & ersetzen

DIY

Durch die tägliche Nutzung ist das Bad einer ständigen Belastung ausgesetzt. Beim heiss duschen greift die entstandene Feuchtigkeit die Wände des...

Zurück zum Houzy Magazin

Subscribe for free resources
& news updates.
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form

Address

stay in touch

Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form