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Energiespartipps für zu Hause: So sparen Sie Kosten und schonen die Umwelt


Energieverbrauch im Durchschnitts-Haushalt

Der Energieverbrauch im Haushalt ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Haushaltsgrösse, Anzahl und Art der Geräte und speziell das individuelle Verbraucherverhalten sind entscheidend für die Energiebilanz. Geht man von einem Modell- bzw. Durchschnittshaushalt aus, sieht die Aufteilung des jährlichen Stromverbrauchs wie folgt aus:

Elektronische Geräte: 800 kWH/Jahr

Waschen, Trocknen und Reinigen: 770 kWh/Jahr

Kochen und Spülen: 700 kWh/Jahr

Beleuchtung: 600 kWh/Jahr

Kühlen und Gefrieren: 350 kWh/Jahr

Diverse Geräte: 280 kWh/Jahr

Quelle: Bundesamt für Energie BfE

Haben Sie gewusst: 1 kWH entspricht zum Beispiel der Energie, die zehn Glühbirnen à 100 W während einer Stunde oder zehn Energiesparlampen à 20 W in fünf Stunden verbrauchen – beide produzieren übrigens gleich viel Licht.


In den nachfolgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen auf, wie Sie in Ihrem eigenen Zuhause pro Raum Energie sparen können.


Energiesparen in der Küche: auch kleine Massnahmen zählen

Energie und Kosten sparen in der Küche

In der Küche tragen nicht nur grosse Geräte wie Geschirrspüler oder Kühlschrank zum Energieverbrauch bei. Auch kleinere Übeltäter lassen sich dort finden. So reduzieren Sie einfach den Energieverbrauch:

So geht’s:

  1. Geschirrspüler: Richtiges Packen ist das A und O, um das Fassungsvermögen optimal auszunutzen und so die Anzahl Waschgänge zu reduzieren. Verzichten Sie wann immer möglich auf das Vorspülen unter fliessend warmem Wasser und schalten Sie die Maschine nach dem Programmende sofort aus.
  2. Kochtöpfe und Pfannen: Für zeitsparendes und somit energiefreundliches Erwärmen der Speisen nutzen Sie doppelwandige Pfannen mit ebenem Boden und der richtigen Grösse. Benutzen Sie zudem unbedingt den Deckel, dieser trägt zu einer Energiereduktion von bis zu 25% bei.
  3. Kühlschrank: Achten Sie bei Neuanschaffungen auf die Energieetikette. Ein Kühlschrank mit der Energieeffizienz-Klasse A+++ spart bis zu 50% Strom gegenüber einem Gerät mit der Klasse A+. Zudem benötigt ein auf sechs statt auf vier Grad eingestellter Kühlschrank 12% weniger Strom – fünf bis sieben Grad Kühlschranktemperatur sind ideal.
  4. Backofen: Anders als oftmals empfohlen, ist nur bei wenigen Speisen Vorheizen notwendig. Verzichten Sie darauf und sparen Sie so 20% der Energie. Verwenden Sie wenn möglich die Umluft-Funktion. Gegen Ende der Garzeit können Sie die vorhandene Restwärme nutzen und den Ofen so etwas früher abschalten.
TIPP: Kochen Sie Wasser im Wasserkocher. Dies spart Energie, da weniger “Masse” erhitzt werden muss. Lassen Sie warme Speisen erst abkühlen, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen und tauen Sie Tiefgefrorenes hingegen direkt darin auf. Beim Backen können Sie dunkle oder schwarze Backformen – auch Energiespar-Backformen genannt – verwenden und so die Backzeit verkürzen.


Energiesparen im Bad: Wasserverbrauch richtig steuern

Wasser und Kosten sparen im Bad

Warmwasser ist der zweitgrösste Energiefresser im Haushalt. Neben der Waschmaschine findet sich im Bad grosses Potential, um den Wasser- und Energieverbrauch zu reduzieren und so bares Geld zu sparen.


So geht’s:

  1. Wasserhahn: Ersetzen Sie eine Zwei-Griff-Armatur mit einem Einhebelmischer – dieser reguliert die Wassermenge deutlich effizienter. Durch Nutzung von modernen Wasserspardüsen können bis zu 50% Wasser- und Energie eingespart werden.
  2. Dusche und Badewanne: Keine Frage - ein Bad entspannt und tut gut. Ziehen Sie das Duschen dennoch dem Baden vor, so sparen Sie 67% des Wasserverbrauchs
  3. Spühlkasten: Mit einem sogenannten Sparspülkasten senken Sie den Wasserverbrauch beim WC um bis zu 60%. Sie können Ihr WC so je nach Bedarf mit einer grösseren oder kleineren Wassermenge spülen oder manuell den Stopp-Knopf betätigen.
  4. Waschmaschine und Trockner: Wählen Sie das Waschprogramm basierend auf der Kleider-Verschmutzung aus. Oft reichen 30 Grad, auch wenn die Etikette mehr zulässt. Schleudern Sie die Wäsche mit der maximalen Umdrehungszahl. Der Trockner sollte regelmässig entfusselt werden, um verstopfte Filter zu verhindern.
Haben Sie gewusst: Wäschetrockner zählen zu den grössten Stromfressern im Haus. Der Verzicht in einem Vier-Personen-Haushalt würde einer jährlichen Ersparnis von rund 480 kWh oder 120 Franken entsprechen.

Energiesparen im Wohnzimmer: Den grossen Stromfressern auf der Spur

Energie uns Kosten sparen im Wohnzimmer

In Wohnzimmern ist nicht nur das Licht und die Heizung ein zentraler Stromverbraucher, auch tummeln sich dort häufig einige elektronische Geräte, die sich äusserst negativ auf die Energiebilanz auswirken können. Dem können Sie jedoch einfach entgegenwirken.


So geht's:

  1. Geräte: Lassen Sie nicht benötigte Geräte nicht im Standby-Modus, sondern schalten Sie diese ganz aus. Vergessen Sie dabei auch den Computer und den Drucker im Büro nicht. Trennen Sie einsame Ladestationen vom Netz und verwenden Sie Kippschalter-Steckerleisten. Allein Fernseher, Musikanlage und Medien-Player im Standby-Betrieb kosten Sie jährlich rund 50 Franken.
  2. Heizen: Heizen Sie Ihre Wohnräume nicht über 22 Grad und die Nebenräume nicht über 16 Grad. Unter der warmen Decke in der Nacht bietet sich zudem eine Temperatur-Reduktion im Schlafzimmer von bis zu 5 Grad an. Pro gesenktem Grad sparen Sie 6% Heizenergie.
  3. Lüften: Während der Heizperiode ist es ratsam, auf das Fensterkippen zu verzichten – denn dies lässt die Hitze raus. Lüften Sie kurz aber intensiv, so können Sie 30% der Heizenergie sparen.
  4. Licht: Um richtig viel Strom zu sparen, ersetzen Sie Ihre Glühbirnen und Halogenlampen mit LEDs und achten Sie dabei auf die Lebensdauer. Gute LED- Lampen sollten eine minimale Lebensdauer von 15’000 Betriebsstunden aufweisen. Durch das Austauschen mit LEDs sparen Sie bis zu 80% Strom. Verzichten Sie im Alltag zudem auf unnötige Beleuchtung oder auf dauerndes Dimm-Licht.
Haben Sie gewusst: Das Einsparpotential des Standby-Verbrauchs im Haushaltsbereich der Schweiz beträgt rund 810 Mio. kWh pro Jahr, was ca. 160 Mio Franken entspricht.



Energiesparen im Erdgeschoss: Keller und Garage nicht vergessen!


Auch in den weniger genutzten Räumen lauern Energiefallen. Speziell der Tiefkühler sollte nicht vergessen werden, um den Energieverbrauch ganzheitlich zu reduzieren.


So geht’s:

  1. Tiefkühler: Generell machen das Gefriergerät und der Kühlschrank zwischen 15% - 25% des gesamten Haushalt-Stromverbrauchs aus. Deshalb auch beim Tiefkühler unbedingt auf das Energielabel A+++ achten. Stellen Sie die Gefriertruhe an einen kühlen Platz; das Gerät verbraucht durch die geringere Temperaturdifferenz weniger Energie. Tauen Sie Ihre Kühlgeräte regelmässig ab.
  1. Boiler: Der Boiler ist mit 60 Grad optimal eingestellt und sollte regelmässig entkalkt werden. Bei Ferienabwesenheit schalten Sie den Boiler ganz aus, um keine Energie zu verschwenden.
Tipp: Damit die Luftzirkulation effektiv funktioniert, halten Sie die Lüftungsschlitze der Geräte immer frei und sauber.


Fazit

Das sich übermässiger Licht- und Wasserverbrauch negativ auf Ihre Energiebilanz im Haushalt auswirkt, ist kein Geheimnis. Dennoch ist das Sparpotential in den meisten Haushalten längst noch nicht ausgeschöpft. Auch mit kleinen Umstellungen können Sie Ihren Energieverbrauch im Haus optimieren.

Allein durch das Ersetzen von Glühbirnen durch LEDs können Sie den Licht-Stromverbrauch um 80% reduzieren. Erheblich trägt auch das komplette Ausschalten der Geräte zum Stromsparen bei. Beim Wasserverbrauch gilt es, die Menge sowie die Temperatur zu reduzieren und bewusster damit umzugehen – nicht nur im Bad, sondern auch beim Waschen von Geschirr und Kleidern. Schalten Sie die Heizung nicht über 22 Grad und denken Sie an die Faustregel, dass Sie pro reduziertem Grad 6% Heizenergie einsparen. Auf den Trockner verzichten Sie im idealfall ganz und bei der Neuanschaffung von Haushaltsgeräten achten Sie auf das Energielabel A+++. Die Umwelt und Ihr Portemonnaie danken es Ihnen langfristig.

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