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Elektroauto wird an E-Ladestation geladen

E-Ladestation oder Wallbox: smarte Ladelösungen für Ihr Elektroauto

6.1.2022
  1. E-Ladestationen sind ökologisch und ökonomisch sinnvoll
  2. Haushaltsteckdose oder E-Ladestation?
  3. Sicherer, schneller und bequemer laden
  4. Ladeleistung, Ladestecker und Zusatzfunktionen
  5. So lädt die Ladestation oder Wallbox Ihr Auto auf
  6. Wieviel kostet eine E-Ladestation?
  7. Gibt es Fördergelder für E-Ladestationen?
  8. Das müssen Stockwerkeigentümer*innen beachten

Auf Schweizer Strassen sind immer mehr Elektroautos unterwegs. 2020 hat sich ihr Marktanteil bei den Personenwagen von 4 auf 8 Prozent verdoppelt. Zum einen, weil weniger Benzinfahrzeuge (minus 38,1 Prozent) und Dieselfahrzeuge (minus 34,7 Prozent) zugelassen wurden, zum anderen, weil mehr Plug-in-Hybridfahrzeuge (plus 225,7 Prozent) und reine Elektrofahrzeuge (plus 49,8 Prozent) neu eingelöst wurden (Quelle: Bundesamt für Statistik BFS). Der Trend zur Elektromobilität hat sich 2021 fortgesetzt und dürfte sich in den nächsten Jahren beschleunigen. Damit steigt auch die Nachfrage nach E-Ladestationen. Aktuell gibt es in der Schweiz knapp 4000 öffentliche E-Ladesäulen. Die Fachleute schätzen das Verhältnis zwischen E-Ladungen an öffentlichen Ladesäulen und privaten E-Ladestationen auf ungefähr eins zu vier.

E-Ladestationen sind ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Das heisst, dass die meisten E-Autofahrer ihr Fahrzeug mehrheitlich zu Hause laden. Private E-Ladestationen könnten zwar über eine gewöhnliche Haushaltsteckdose an das normale Stromnetz angeschlossen werden. Ökologisch und ökonomisch sinnvoller ist es aber, eine Ladestation mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach zu kombinieren. Selbst produzierter Solarstrom kostet Sie weniger als Strom aus dem Netz. Darum sollten Sie mehr günstigen Solarstrom und weniger teuren Strom von Ihrem Energieversorger verbrauchen und so Ihre Energiekosten senken. Je höher der Eigenverbrauch ist, desto schneller amortisieren Sie eine Photovoltaikanlage. Ihren Eigenverbrauch optimieren Sie zum Beispiel mit einem Batteriespeicher, einem Elektroboiler, einer Wärmepumpe – oder einer Ladestation für das E-Auto.

Houzy Advice

Gut zu wissen

Eine Wallbox ist eine elektrische Ladestation, die fest an der Wand montiert wird. Die Begriffe elektronische Ladestation und Wallbox werden oft als Synonyme verwendet.

E-Ladestation

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Haushaltsteckdose oder E-Ladestation?

Sie können ein Elektroauto über eine Haushaltsteckdose laden. Wenn Sie zum Beispiel einen Kompaktwagen mit 24-kWh-Batterie vollladen, dauert das etwa zehn Stunden. Das sollten Sie der Steckdose nicht antun, weil sich die Leitungen und Übergänge in den Abzweigdosen in zehn Stunden unter voller Ladeleistung (2,3 kWh) erwärmen, erhitzen und entflammen können. Mit dem Alter der Steckdose  oder Hausinstallation steigt die Gefahr von Kabelbrand. Im besten Fall fliegt nur eine Sicherung raus, im schlimmsten Fall schmilzt die Steckdose oder das Kabel. Der Ladeprozess eines Elektroautos ist nicht mit dem von Haushaltgeräten vergleichbar. Die hängen auch rund um die Uhr am Netz, verbrauchen aber weniger Strom und beziehen nur wenige Minuten Strom unter Volllast.

Sicherer, schneller und bequemer laden

Eine Ladestation oder Wallbox ist sicherer, schneller und bequemer. Sicherer, weil der Elektriker sie auf die Ladeleistung der Elektroinstallation des Hauses abstimmt und, falls notwendig, die Elektroinstallation anpasst, um die benötigte Ladeleistung zu erreichen. Schneller, weil die Ladestation mit dem Elektroauto kommuniziert und die höchstmögliche Stromstärke (beispielsweise 16 Ampere) anpasst. Und bequemer, weil Sie einfach das Kabel aus der Wandhalterung nehmen und das Auto an die Ladestation anschliessen können. Ohne Wallbox müssten Sie das Mode-2-Kabel, das Sie für unterwegs oder Notfälle mitführen sollten, jedes Mal aus dem Kofferraum holen und die Ladestation mit dem Elektroauto verbinden.

Fest an die Wand montierte E-Ladestationen, sogenannte Wallboxen, sind in privaten Garagen und Carports weit verbreitet.

Ladeleistung, Ladestecker und Zusatzfunktionen

Achten Sie bei der Wahl einer Ladestation darauf, ob der Hersteller von den Automobilherstellern geprüft ist und ob seine Wallbox mit Ihrem Automodell kompatibel ist. Führende Hersteller von Ladestationen aktualisieren ihre Software regelmässig und stellen Serviceleistungen sowie Ersatzteillieferungen jahrelang sicher. Andere wichtige Punkte für Ihre Wahl:

  • Die Ladeleistung reicht, je nach E-Automodell und Ladegerät (On-Board Charger), von 3,7 bis 22 kW. Die Ladezeit hängt von Ladegerät, Ladestation sowie Ladekabel ab. Die Komponente mit der tiefsten Leistung bestimmt die Gesamtleistung und damit die Ladezeit. Wenn das Ladegerät beispielsweise 3,7 kW leistet, lädt es nur mit 3,7 kW, selbst wenn die Ladestation für schnellere Ladeleistungen ausgelegt ist. Die Ladezeit können Sie einfach berechnen: Batteriekapazität/Ladeleistung = Ladezeit.
  • In Europa sind die dreiphasigen Typ-2-Ladestecker der Standardanschluss für Normalladungen mit Wechselstrom. Einige ältere asiatische und amerikanische Automodelle verwenden noch Typ-1-Stecker. Achten Sie darum unbedingt auf die Kompatibilität, es gibt keine Adapter. Voll flexibel sind Sie mit einer Typ-2-Stecksdose, an die auch ein Mode-3-Ladekabel angeschlossen werden kann.
  • Intelligente Ladestationen können Sie mit Zusatzfunktionen erweitern. Sinnvoll ist, wie bereits erwähnt, der Anschluss an eine Photovoltaikanlage. Falls Sie mehrere E-Autos gleichzeitig laden, ist die Einbindung in ein Lastmanagement-System eine Überlegung wert. Und wenn die Ladestation öffentlich zugänglich ist, sollten Sie den Zugang mit Schlüssel oder mit RFID (Radio Frequency Identification) schützen, damit nur berechtigte Personen ihr E-Auto laden und Sie korrekt abrechnen können.

So lädt die Ladestation oder Wallbox Ihr Auto auf

Sobald Sie Ihr Elektroauto mit einem Ladekabel an eine Ladestation oder Wallbox anschliessen, tauschen die beiden Seiten Informationen aus und erkennen automatisch, für welche Leistung das Ladekabel ausgelegt ist. Wenn das Ladegerät im Auto ladebereit ist, schaltet die Ladestation den Ladestrom frei. Falls notwendig, drosselt das Ladegerät die Leistung auf die maximale Leistungsfähigkeit des Ladekabels. Bis zu einem gewissen Spannungsgrad bezieht das Auto gleichmässig eine möglichst hohe Leistung, danach reduziert das Ladegerät die Leistung schrittweise, bis die Batterie voll ist. Jetzt fliesst kein Strom mehr.

E-Ladestation: Ladekabel verbindet Ladegerät im Auto mit der E-Ladestation
Die Ladezeit hängt von Ladegerät, Ladestation und Ladekabel ab. Die Komponente mit der tiefsten Leistung bestimmt die Gesamtleistung. 

Wieviel kostet eine E-Ladestation?

Einfachere E-Ladestationen sind ab 600 bis 700 Franken erhältlich. Wenn Sie mehr als ein Basismodell wünschen, steigt der Preis, abhängig von Ausstattungsvarianten und Zusatzfunktionen. Die Installation sollten Sie aber lieber Profis überlassen, das heisst einem qualifizierten Elektroinstallateur. Sein Aufwand hängt vor allem von der Lage vor Ort ab, unter anderem:

  • Wie weit ist der Sicherungskasten vom Parkplatz und damit von der E-Ladestation entfernt?
  • Muss allenfalls eine Wand durchbrochen oder ein Kabelkanal im Boden gegraben werden?
  • Kann die Ladestation fest an die Wand montiert werden oder braucht sie einen Standfuss?
  • Können vorhandene Leitungen genutzt werden oder müssen neue Kabel verlegt werden?

Houzy Advice

Gut zu wissen

E-Ladestationen brauchen ihren eigenen Stromkreis, der mit einem Leitungsschutz- und Fehlerschutzschalter (FI) gesichert ist. Ladestationen mit einem integrierten FI-Schalter senken die Installationskosten.

Houzy Hint

Tipp

Legen Sie die Installation auf 22 kW aus, falls Sie Kabel verlegen lassen, selbst wenn das im Moment zu viel ist. Dann brauchen Sie kein neues Kabel, wenn Sie ein Auto mit schnellerer Ladeleistung kaufen.

 

Gibt es Fördergelder für E-Ladestationen?

Viele Kantone und Gemeinden fördern die E-Mobilität in der Schweiz. Zum Beispiel mit einem finanziellen Zuschuss beim Kauf eines Elektroautos oder einem Steuerbonus auf die kantonale Motorfahrzeugsteuer. Private E-Ladestationen werden unterschiedlich gefördert. Die Stadt Zürich beispielsweise übernimmt bis zu 60 Prozent der Installationskosten oder maximal 150 Franken pro Kilowatt Leistung (tieferer Wert) für private Ladeinfrastrukturen. Eine Übersicht über alle Förderprogramme finden Sie auf www.energiefranken.ch: Geben Sie im Suchfeld Ihre Gemeinde (oder die Postleitzahl) ein, schieben Sie den Regler von «Gebäude» auf «Mobilität» und suchen Sie im Absatz «Ladeinfrastruktur» nach Förderprogrammen.

Das müssen Stockwerkeigentümer*innen beachten

Als Stockwerkeigentümer*in brauchen Sie das Einverständnis der Miteigentümer*innen für eine Wallbox in der gemeinsamen Tiefgarage. Wenn die Installation nur als nützlich eingestuft wird, brauchen Sie die Mehrheit der Stimmen und Wertquoten, wenn die Installation als notwendig eingestuft wird genügt die Stimmenmehrheit. Wichtig ist, dass Sie vorgängig abklären, für wie viele Ladestationen die Reserve der Hausanschlussleistung ausreicht und ob sie (später) ausgebaut werden könnte. Wenn mehrere Autos gleichzeitig geladen werden ist eine intelligente Ladestation sinnvoll, welche die Belastung des Stromnetzes misst und optimiert. Wenn sich mehrere Stockwerkeigentümer*innen eine Wallbox teilen, kann mit einer RFID-Karte der Zugang einfach kontrolliert und der Verbrauch korrekt abgerechnet werden.

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