Invasive Neophyten bekämpfen

Invasive Neophyten - Die unerwünschten Gäste

11.5.2020

Der angenehme Duft von frisch gemähtem Gras hängt in der Luft. Bäume, Büsche und Blumen bringen Blüten in allen Farben hervor und eine Vielfalt an Früchten und Beeren reifen in der milden Frühlingssonne. Ja, die Natur hat während dieser Jahreszeit einiges zu bieten! Doch leider kommt mit dem wärmeren Wetter auch wieder ein nicht so positives Thema auf - die Neophyten.

Was sind Neophyten?

Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die von Händlern bewusst in neuen Umgebungen eingeführt oder teilweise durch die Globalisierung unabsichtlich verschleppt wurden. In der Schweiz beträgt die Zahl der aktuell angesiedelten Neophyten rund 550 Arten.  Der Grossteil davon ist gut integriert und bereichert die hiesige Pflanzenwelt. Einige Neophyten weisen jedoch ein invasives Verhalten auf und verdrängen einheimische Gewächse bis zur Ausrottung, was für unser ganzes Ökosystem Auswirkungen haben kann. Weiter gibt es darunter auch Exemplare, die für Mensch und Tier giftig sein können und Allergien auslösen. Trotzdem werden Neophyten nach wie vor von vielen Großhändlern und Gärtnereien in die Schweizer Gärten gebracht, ohne, dass sie dabei gegen das Gesetz verstoßen. Es gilt lediglich eine Informationspflicht, was bedeutet, dass der Käufer über das invasive Potential einer Pflanze in Kenntnis gesetzt werden muss.

Einige Neophyten weisen jedoch ein invasives Verhalten auf und verdrängen einheimische Gewächse bis zur Ausrottung.

Die häufigsten Neophyten der Schweizer Gärten

In privaten Gärten kommen vier Neophyten besonders oft vor. Die Pflanzen sind für den Menschen zwar nicht wirklich gefährlich, weshalb der Verkauf derer auch nicht verboten ist. Für die Natur und die Biodiversität haben sie dennoch bedenkliche Auswirkungen.

  • Buddleja, Sommerflieder
    Der Sommerflieder, auch Schmetterlingsstrauch genannt, ist eine der am häufigsten in Schweizer Gärten vorkommenden Neophyten. Er hat negative Auswirkungen auf die Schmetterlingspopulationen, da er Futterpflanzen der Raupen von seltenen Schmetterlingen verdrängt. Für Mensch und Tier ist er sonst ungefährlich.
Die Buddleja, auch Sommerflieder genannt, ist eine der am häufigsten in Schweizer Gärten vorkommenden Neophyten


  • Essigbaum
    Der Essigbaum verdrängt die einheimische Pflanzenwelt. Sein Milchsaft ist bei Einnahme schwach giftig und kann Entzündungen verursachen.
Der Essigbaum verdrängt die einheimische Pflanzenwelt.

  • Götterbaum
    Auch der Götterbaum bedeutet für die einheimischen Pflanzen eine Bedrohung, denn er verwildert in dichten Beständen. Die Organe des Götterbaumes sind so stark, dass die Pflanzen sogar durch Asphalt wachsen. Die Bekämpfung ist enorm aufwändig und schwierig.
Der invasive Götterbaum verwildert in dichten Beständen.

  • Kirschlorbeer
    Die hier oft als Hecken- und Zierpflanze verwendeten Kirschlorbeersträucher sind giftig. Die Früchte dieser Pflanze werden oft von Vögeln gefressen und dadurch weiter verbreitet. 
Die hier oft als Hecken- und Zierpflanze verwendeten Kirschlorbeersträucher sind giftig


Weitere Informationen zu diesen und anderen häufigen Neophyten finden Sie unter neophyt.ch.


Ausbreitung verhindern und Organismen bekämpfen

Auch wenn Neophyten häufig schön aussehen und sich im eigenen Garten gut machen würden, dürfen wir unsere heimische Flora nicht derart belasten und bedrängen. Deshalb können jetzt auch sie bei ihnen Zuhause gegen die entsprechenden Organismen vorgehen und den Bund unterstützen. Mit dem neuen Pflanzenmanager von Houzy lassen sich invasive Neophyten per Foto erkennen. Das System informiert den Nutzer und liefert Hinweise zur fachgerechten Bekämpfung und Entsorgung.

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