Zimmerpflanzen verbessern das Raumklima

Prima Klima: Zimmerpflanzen verbessern das Raumklima

18.8.2020

Mit Zimmerpflanzen verbessern Sie das Raumklima in Ihrem Zuhause nachhaltig. Ideal sind 18 bis 21 Grad – im Wohnbereich mehr, im Schlafzimmer weniger – und plus/minus 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Zimmerpflanzen befeuchten die Luft im Winter, senken die Raumtemperatur im Sommer, filtern Schadstoffe aus der Luft und sehen erst noch gut aus.

Zimmerpflanzen als Luftbefeuchter

Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit tiefer, weil Sie heizen. Das trocknet die Nasenschleimhäute aus und fördert Erkältungen. Zimmerpflanzen mit grossen Blättern verdunsten viel Feuchtigkeit und geben mehr als 90 Prozent des Wassers, das Sie giessen, an die Raumluft ab. Dazu zählen unter anderem

  • Aralien,
  • Ficus,
  • Kolbenfaden,
  • Nestfarn oder
  • Zimmerlinden.

Mit grünen Zimmerpflanzen können Sie die Luftfeuchtigkeit um bis zu fünf Prozent erhöhen, abhängig von der Giesshäufigkeit. Noch effektiver befeuchtet Zyperngras. An einem sonnigen Sommertag setzt eine grosse Pflanze mehrere Liter Wasser um. Die Feuchtigkeit, die Pflanzen verdunsten, ist keimfrei, anders als die Luftfeuchtigkeit technischer Luftbefeuchter.

Tipp: Lüften Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung regelmässig, damit die Raumluft nicht zu feucht wird. Bei mehr als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit kann Schimmel entstehen und Ihre Gesundheit gefährden.
Zyperngras verbessert das Raumklima
Zyperngras liebt es warm und luftfeucht, braucht viel Wasser, darf nicht austrocknen und verdunstet viel Luftfeuchtigkeit.

Zimmerpflanzen als Schadstoffreiniger

Gewisse Schadstoffe, beispielsweise aus Baustoffen, Möbeln oder Teppichen, können bei empfindlichen Menschen Allergien, Asthma, Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen oder Schwindel auslösen. Es gibt einige Zimmerpflanzen, die Schadstoffe wie Benzol (in Lacken und Kunststoffen), Formaldehyd (in Spanplatten von Möbeln) und Trichloräthylen (in Farben, Lacken und chemischen Reinigungsmitteln) sowie Staub aus der Luft filtern und binden. Zum Beispiel Drachenbaum, Efeu oder Philodendron.

Der Drachenbaum verbessert das Raumklima
Der Drachenbaum fühlt sich an hellen bis halbschattigen Standorten wohl und filtert viele Schadstoffe aus der Luft.

Zimmerpflanzen im Schlafzimmer

Wie gut Sie schlafen hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon ist das Raumklima im Schlafzimmer. Die meisten Pflanzen verwandeln tagsüber Kohlendioxid in Sauerstoff. Ausnahme: Pflanzen mit dem Crassulaceen-Säurestoffwechsel filtern das Kohlendioxid nachts aus der Luft und produzieren Sauerstoff, wenn Sie schlafen. Dazu zählen beispielsweise Bromelien, echte Aloe, Orchideen und Sukkulenten.

Pflegeleichte Aloe verbessert das Raumklima im Schlafzimmer in der Nacht statt tagsüber.
Echte Aloe ist pflegeleicht und verbessert das Raumklima im Schlafzimmer in der Nacht statt tagsüber.

Zimmerpflanzen im Kinderzimmer

Im Prinzip können Sie dieselben Pflanzen ins Kinderzimmer stellen wie in Ihr Schlafzimmer. Ausser, sie haben Dornen wie Agaven, scharfe Kanten wie Gräser oder Stacheln wie Kakteen – oder sie duften intensiv und stören den Schlaf. Sinnvoll ist es, wenn Ihre Kinder die Pflanzen selber pflegen. So lernen sie Verantwortung. Gut eignen sich zum Beispiel Betelnuss- und Kentiapalmen oder Gerbera, die es in vielen Farben gibt. Vor allem grössere Kinder haben Spass an Venusfliegenfallen, die ihre Opfer mit glitzernden Tropen anlocken und blitzschnell mit ihren Blättern fangen, die wie Fangeisen aussehen.

Die Venusfliegenfalle verbessert das Raumklima
Die Venusfliegenfalle braucht viel Licht und weiches Wasser, am besten sauberes Regenwasser.

Zimmerpflanzen im Homeoffice

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer arbeiten tageweise oder die ganze Woche im Homeoffice. Pflanzen entspannen, dämpfen den Schall und steigern Ihre Konzentrationsfähigkeit, wenn Sie stundenlang am Computer arbeiten oder an vielen Videokonferenzen teilnehmen müssen. Unabhängig davon, ob Sie am Küchentisch arbeiten oder ein eigenes Arbeitszimmer eingerichtet haben. Robuste Grünpflanzen mit grossen Blättern wie Monstera und Palmen eignen sich besonders gut für das Homeoffice – und natürlich für jedes andere Büro auch.

Die Monstera verbessert das Raumklima
Die Monstera steht gerne für sich allein und fühlt sich auch an einem dunklen Standort wohl.

Zimmerpflanzen im Badezimmer

Pflanzen aus tropischen oder subtropischen Gegenden fühlen sich im Badzimmer wie zu Hause, weil das Raumklima feucht und warm ist. Dazu zählen Bromelien, Drachenbäume, Grünlilien, Orchideen oder Zyperngras und einige Palmen, zum Beispiel die Berg-, Betelnuss- oder Schusterpalme. Allerdings mögen sie keine grossen Temperaturschwankungen. Sie können die Pflanzen in einem grossen Bad auf den Boden und in einem kleinen Bad auf das Fensterbrett, den Wannenrand oder ein Regel stellen – oder an die Decke hängen. Bis auf Farn brauchen alle Pflanzen im Badzimmer genug Licht. Achten Sie auch darauf, dass keine Pflanzen im Durchzug oder in der kalten Luft stehen, wenn Sie das Badzimmer lüften.

Tipp: Im feucht-warmen Badzimmerklima schimmelt die Erde schneller als anderswo. Pflanzen Sie die Pflanzen in eine Hydrokultur oder decken Sie die oberste Erdschicht im Topf mit Vogelsand ab.
Zimmerpflanzen im Bad sind meistens sehr pflegeleicht.
Zimmerpflanzen im Bad sind meistens sehr pflegeleicht.

Achtung, giftige Zimmerpflanzen!

Wenn Sie in einem Haushalt mit Kindern und/oder Tieren leben, sollten Sie auf giftige Zimmerpflanzen verzichten. Dazu gehören unter anderem

  • Alpenveilchen,
  • Bärenklau,
  • Blauregen,
  • Bogenhanf,
  • Christrose,
  • Efeutute,
  • Eiben,
  • Einbeere,
  • Einblatt,
  • Eisenhut,
  • Engelstrompete,
  • gefleckter Schierling,
  • Herbstzeitlose,
  • Hundspetersilie,
  • stinkender Nieswurz,
  • Seidelbast,
  • Stechapfel,
  • Tollkirsche und
  • Wunderbaum.



Das giftige Einblatt filter Schadstoffe und Staub
Aufgepasst: Das Einblatt filtert zwar Schadstoffe und Staub aus der Luft, ist aber giftig und eignet sich darum nicht für Haushalte mit Kindern und/oder Tieren.

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