Kräuter aus dem Garten

Kochen Sie mit Kräutern aus dem eigenen Garten

21.7.2020

Kochen Sie gerne? Dann brauchen Sie bestimmt regelmässig Kräuter. Die können Sie einkaufen – oder im Garten oder auf dem Balkon selber anpflanzen. Das ist einfacher, als Sie vielleicht denken, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen. Wir haben die besten Tipps und Tricks für Sie zusammengestellt.

Kräuter im Garten

Die meisten Kräuter fühlen sich in der Sonne oder im Halbschatten wohl. Vor allem Kräuter aus dem Mittelmeerraum wie Basilikum, Rosmarin oder Thymian brauchen viel Sonne vom Frühling bis in den Herbst hinein. Frühlingskräuter wie Bärlauch, Liebstöckel oder Sauerampfer würden aber verbrennen. Schauen Sie sich die Pflanzen genau an, bevor Sie sie anpflanzen. Sind die Blätter gross und grün, mögen es die Kräuter lieber schattig oder halbschattig und feucht. Sind sie klein, häufig graulaubig und teilweise behaart, bevorzugen sie es heiss und trocken. Kräuter sollten Sie im Frühling oder im Herbst pflanzen. Mehrjährige Kräuter wie Bohnenkraut, Salbei oder Thymian, die zuerst einwachsen müssen, besser im Frühling, frostempfindliche Kräuter wie Basilikum erst nach den Eisheiligen. Sind Sie sich unsicher, zu welcher Sorte Ihr Küchenkraut gehört und welche Pflege benötigt, so können Sie mit dem Houzy Pflanzenmanager ganz einfach per Foto die Pflanze identifizieren und Pflegetipps erhalten..

Kräuter auf dem Balkon

Kräuter brauchen wenig Platz. Darum eignen sie sich gut für die Kultur im Topf auf dem Fensterbrett, dem Balkon oder der Terrasse. Verwenden Sie Töpfe mit Abzugslöchern und füllen Sie sie dreischichtig auf: Unten eine Blähtonschicht als Drainage, dazwischen ein Gartenvlies, oben Erde bis zum Giessrand. Mit der Zeit setzt sich die Erde, dann sollten Sie die Töpfe auffüllen, damit die Kräuter neue Wuzeln und mehr Blätter oder Blüten bilden. Für die Kultur im Topf eignen sich Basilikum, Dill, Kresse, Oregano, Petersilie, Pfefferminze, Schnittlauch und Thymian am besten.

Kräuter aus Garten - Basilikum
Basilikum

Nicht alle Kräuter mögen sich

Es gibt Kräuter, die können Sie problemlos im selben Beet oder im selben Topf pflanzen. Sie bevorzugen denselben Standort und fördern sich gegenseitig. Zum Beispiel

  • Estragon, Salbei, Schnittlauch, Thymian und Zitronenmelisse,
  • Bohnenkraut, Oregano und Salbei,
  • Estragon, Pimpernell und Zitronenmelisse oder
  • Boretsch, Dill, Kerbel, Majoran und Petersilie.

Aber nicht alle Kräuter vertragen sich gut. Pflanzen Sie diese Kräuter besser nicht nebeneinander, weil     sie unterschiedliche Ansprüche an den Standort stellen und sich gegenseitig hemmen:

  • Petersilie und Schnittlauch
  • Pfefferminze und Salbei
  • Estragon und Rosmarin
  • Majoran und Thymian
  • Dill und Salbei
Gut zu wissen: Basilikum sollten Sie nie allein in einem Beet oder Topf pflanzen. Rosmarin beispielsweise fördert das Wachstum von Basilikum. Ausserdem werden die zwei Kräuter in vielen Gerichten aus dem Mittelmeerraum zusammen verwendet.  

Kräuter aus Garten - Petersilie
Petersilie

Mit Kräutern kochen

Immer mehr Menschen kochen mit frischen Kräutern. Zum einen, weil sie damit ihre Gerichte raffiniert würzen können, sie weniger Salz brauchen und das Essen besser schmeckt. Zum anderen, weil Kräuter viele Mineralstoffe und Vitamine enthalten und gut für die Gesundheit sind. Die Köche unterscheiden zwischen kalten und warmen Kräutern:

  • Kalte Kräuter sollten kalt verwendet werden, beispielsweise in Salaten. Wenn Sie kalte Kräuter zu warmen Speisen geben, dann erst kurz vor dem Servieren, zum Beispiel Petersilie als Garnitur. Als kalte Kräuter gelten Bärlauch, Basilikum, Estragon, Kerbel, Koriander, Kresse, Liebstöckel, Majoran, Minze, Petersilie, Sauerampfer, Schnittlauch, Waldmeister und Zitronenmelisse.
  • Warme Kräuter können Sie problemlos erhitzen. Sie verlieren ihren Geschmack nicht, solange sie nicht zu lange gekocht werden. Wenn Sie warme Kräuter einige Sekunden unter heisses Wasser halten, bevor Sie sie verwenden, schmecken sie wegen ihrer ätherischen Öle noch intensiver. Als warme Kräuter gelten Beifuss, Bohnenkraut, Lorbeer, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian.

Kräuter aus Garten - Rosmarin
Rosmarin

Die beliebtesten Küchenkräuter

Wollen Sie Kräuter im Garten, auf der Terrasse, auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett anbauen? Diese sechs Kräuter brauchen Sie für viele Rezepte:

  • Basilikum gehört zur mediterranen Küche wie Olivenöl und Tomaten. Ohne geht nicht. Basilikum passt zu Pasta oder Gemüse vom Grill und ist die Basis vieler Saucen, allen voran Pesto genovese. Die Kräuter regen den Appetit an, entschlacken und sorgen gekaut für frischen Atem.
  • Petersilie ist allgegenwärtig. Sie aromatisiert Suppen und Salate, aber auch Gemüse und Bouillon. Die Kräuter enthalten unter anderem die Vitamine A, B1, B2 sowie C, Kalzium und Magnesium. Sie regen die Nierenfunktion an, wirken blutreinigend und fördern die Verdauung.
  • Rosmarin passt zu vielem. Beispielsweise zu Bratkartoffeln, Fisch oder Fleisch. Die Kräuter sollen Kopfschmerzen lindern, die Nerven beruhigen und bei Schwierigkeiten mit Magen, Darm oder Galle helfen. Als Zusatz im Badewasser regt Rosmarin den Kreislauf an.
  • Salbei ist leicht bitter. Darum harmoniert er ausgezeichnet mit Kalbfleisch, zum Beispiel Saltimbocca alla romana mit Risotto, einem Klassiker der italienischen Küche. Die Kräuter hemmen Entzündungen, fördern die Verdauung und helfen bei Husten.
  • Schnittlauch passt zu vielen herzhaften Gerichten, aber auch zu frischen Salaten oder in Lachstatar. Die Kräuter enthalten viel Vitamin C und stärken die Abwehrkräfte.
  • Thymian harmoniert wunderbar mit Fisch oder Lamm, würzt Saucen und ist fester Bestandteil der (vor allem provenzalischen) Mittelmeerküche. Die würzig-süsslichen Kräuter beruhigen und lösen sowohl Krämpfe als auch Schleim.

Kräuter aus dem Garten trocknen
Getrocknete Kräuter halten länger





Frisch verwenden oder trocknen?

Natürlich sind frische Kräuter aromatischer. Sie müssen sie nach dem Ernten aber sofort verwenden. Wenn Sie viele Kräuter ernten oder länger abwesend sind, können Sie sie trocknen. So halten sie länger und verderben nicht, verlieren allerdings mit der Zeit ihr Aroma und ihre ätherischen Öle. Kräuter trocknen ist einfach: Sie können die Bündel in einem trockenen und gut durchlüfteten Raum kopfüber aufhängen oder die Kräuter bei niedriger Temperatur im Ofen trocknen und anschliessend die Kräuter in einem luftdichten, gut verschliessbaren Glas lagern. Wichtig ist, dass auch die Kräuter in der Mitte des Bündels schnell trocknen, sonst schimmeln sie.

Sie können die getrockneten Kräuter auch klein hacken und mit Salz mischen, dann halten sie ein Jahr lang – und Sie haben ein Kräutersalz, mit dem Sie viele Gerichte würzen können. Oder Sie legen frische Kräuter in Öl ein, am besten Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Rapsöl, und lassen das Kräuteröl vier bis sechs Wochen reifen. Mit Kräuteröl können Sie beispielsweise Fleisch, Fisch oder Kartoffeln anbraten oder wunderbare Salatsaucen mischen.

Haben wir Ihren Appetit angeregt? Dann nichts wie los und pflanzen Sie Ihre Kräuter selber an. Der Houzy Pflanzenmanager gibt Ihnen wertvolle Tipps zur Pflege und identifiziert unbekannte Kräuter und Pflanzen ganz einfach per Foto:

Kräuter identifizieren

Ähnliche Beiträge

Zurück zum Houzy Magazin

Subscribe for free resources
& news updates.
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form

Address

stay in touch

Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form